Interkulturelle Kompetenzen als Schlüsselkompetenzen für Führungskräfte

Kein Wunder! Interkulturelles Lernen wird in der globalisierten Welt immer wichtiger, gerade in den derzeitigen politischen Veränderungen.
Aber was ist mit den beiden Begriffen eigentlich gemeint? Was ist interkulturelles Lernen überhaupt? Und was sind interkulturelle Kompetenzen? Warum sind sie so wichtig?
Wir erklären Ihnen, was es mit den Begriffen auf sich hat und warum Führungskräfte über interkulturelle Kompetenzen verfügen sollten.

Interkulturelles Lernen – was heißt das überhaupt?
Wie der Begriff vermuten lässt, verbirgt sich hinter dem Begriff interkulturelles Lernen etwas, das mit Kultur zu tun hat und sich (abgeleitet vom lateinischen Wort inter) zwischen verschiedenen Kulturen abspielt. Dementsprechend lässt sich interkulturelles Lernen als ein Sammelbegriff für verschiedene Lehr-Lernkonzepte beschreiben, die auf den Austausch und das Vermitteln zwischen mehreren Kulturen gerichtet sind.
Die ersten Konzepte zum interkulturellen Lernen wurden in den USA in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelt. Ziel war es, Missverständnisse in der Kommunikation zwischen US-amerikanischen Unternehmen und deren ausländischen Geschäftspartnern zu vermeiden.
Also wurden Konzepte entwickelt, um den Mitarbeitern in interkulturellen Trainings das benötigte Orientierungswissen zu vermittelt: Sie lernten z. B. Umgangsformen wie Begrüßungsformen, Werthaltungen sowie wichtige kulturelle Normen der jeweiligen einheimischen Majoritäten (Mehrheit der Bevölkerung).
Mit der Zeit wurden interkulturelle Trainings auch in Unternehmen mit einer großen ethnischen Vielfalt durchgeführt. Die Trainings sollten helfen, durch kulturelle Unterschiede entstandene Spannungen zwischen den Mitarbeitern abzubauen.

Interkulturelle Kompetenzen als Ziel interkulturellen Lernens
Das Ziel von interkulturellem Lernen ist die Bildung und Förderung von interkulturellen Kompetenzen beim Lerner. Interkulturelle Kompetenzen stellen dabei ein Set an unterschiedlichen Fähigkeiten dar. Diese sollen Menschen in die Lage versetzen, in Situationen des Kulturkontakts nicht mit Unverständnis, Irritation oder Aggression zu reagieren, sondern mit Verständnis und Toleranz.

Zu dem Set an Fähigkeiten gehören Kompetenzen auf verschiedenen Ebenen:

Wissen

Handlungs- und Reflexionsfähigkeit

Einstellung und Haltungen

- Fremdsprachenkenntnis

- Kulturbezogene Kenntnisse

- Wissen über Spezifika interkultureller Kommunikation 

- Wissen über das Land

- Kenntnisse über Gesprächspraktiken

- Kommunikationsfähigkeit

- Reflexion des eigenen Rollenverhaltens

- Fähigkeiten zum Perspektivenwechsel

- Konfliktbewältigungsfähigkeit

- Sensibilität 

- Empathie

- Offenheit und Unvoreingenommenheit

- Frustrationstoleranz

- Lernbereitschaft

- Bereitschaft zum internationalen Denken

Interkulturelles Lernen und interkulturelle Kompetenzen für Führungskräfte besonders wichtig
Diese interkulturellen Kompetenzen sind in unserer multiethnischen Gesellschaft besonders für Führungskräfte unerlässlich:

  • Belegschaften und Kundschaft sind multikulturell geworden
  • Geschäftsbeziehungen und Warenströme überschreiten nationale Grenzen
  • Beschäftigte werden in ausländische Niederlassungen entsendet
  • Führungskräfte sind also interkulturell gefordert. Gerade sie sind dafür verantwortlich, interkulturelle Handlungsabläufe erfolgreich zu gestalten

Interkulturelle Kompetenzentwicklung mit den Seminaren der ISM ACADEMY
In den Seminaren zum interkulturellen Lernen der ISM ACADEMY lernen Sie, wie Sie interkulturelle Situationen meistern.
Sie erfahren detailliert, welche Kenntnisse und Fähigkeiten besonders wichtig sind, um auch schwierige interkulturelle Begegnungen zu bewältigen.

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Quellen:
Allemann-Ghionda, Christina: Interkulturalität und interkulturelle Bildung, in: Andresen (Hg.): Handwörterbuch Erziehungswissenschaft, Weinheim/Basel 2009, S. 424 – 437.
Neval, Gültekin: Interkulturelle Kompetenz: Kompetenter professioneller Umgang mit sozialer und kultureller Vielfalt, in: Leiprecht, Rudolf u.a. (Hg.): Schule in der Einwanderungsgesellschaft, Schwalbach 2005, S. 367 – 368.
Jagusch, Birgit: Interkulturelles Lernen in internationaler Jugendbegegnung – aber wie?, online in (http://www.idaev.de/cms/upload/PDF/Publikationen/Interkulturelles_Lernen_.pdf)
Linz, Andreas: Interkulturelles Lernen in Geschichte? Eine Qualitative Untersuchung zu Vorstellungen Bremer Lehrerinnen und Lehrer über interkulturelles Lernen im Geschichtsunterricht, Bremen 2015.

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